Sonntag 25 Juni 2017

BHD – Zertifizierung: Theoretischer Teil (Multiple Choice) (Themen)

  1. Verhaltensbiologie (Ethologie)
  2. Kommunikation und Ausdrucksverhalten
  3. Lernverhalten
  4. a) Dogwalker – Führung des Rudels/ Unterwegs in der Öffentlichkeit
         b) Pension – Führung des Rudels/ Mit der Gruppe auf dem Gelände
  5. Anatomie, Tiergesundheit, Erste Hilfe
  6. Recht

BHD – Zertifizierung: Praktischer Teil

1. Rahmenbedingungen

  • Die Dauer der Prüfung beträgt 90-120 Minuten
  • Die einzelnen Prüfungselemente werden auf Video dokumentiert
  • Der Prüfungstermin wird dem zuständigen Amtsveterinär mitgeteilt, dieser kann nach eigenem Ermessen der Prüfung beiwohnen
  • 2 Prüfer prüfen und bewerten, 1 Helfer wird eingesetzt
  • Es wird nicht firmenintern geprüft
  • Gewünscht ist ein praxisbezogener Ablauf, also freilaufende Hunde im Auslaufgebiet
  • Die Anzahl der Hunde erscheint im Prüfungsergebnis
  • Der Prüfungsort ist der jeweilige Arbeitsort
  • Das Transportfahrzeug wird per Video dokumentiert
  • Der Dogwalker hat zu Beginn der Prüfung Zeit, seine Gruppe vorzustellen und auf eventuelle Schwierigkeiten und Besonderheiten hinzuweisen

2. Zu prüfende Situationen

  • Ankunft, Türöffnung, ausladen und losgehen
    • Ziel: Übersicht, Kontrolle und Rücksichtnahme auf andere
  • Erlaubnis zum Freilauf der Gruppe
    • Ziel: Entscheidung liegt beim Menschen, Timing
  • Begegnungssituation Mensch ohne Hund
    • Ziel: Rücksichtnahme, Kontrolle der Gruppe
  • Mensch ohne Hund spricht Dogwalker an
    • Ziel: Überblick trotz Kommunikation
  • Begegnungssituation Mensch mit Hund
    • Ziel: Ausweichen, kein Kontakt!
  • Begegnungssituation Mensch mit Hund
    • Ziel: Kontakt kontrolliert erlauben und managen
  • Begegnungssituation Radfahrer oder Jogger (Bewegungsreiz)
    • Ziel: Vorausschauende Rücksichtnahme
  • Die Gruppe wartet, der Mensch entfernt sich ca. 3 Meter
    • Ziel: Die Gruppe bleibt, Sitz oder Platz oder Steh erlaubt
  • Kreuzungssituation: Überraschungsbesuch
    • Ziel: schnelles handeln, managen der Gruppe
  • Abrufen/Schluß für die ganze Gruppe (zweifach)
    • Ziel: Sammeln der Gruppe
  • Abrufen/Schluß für einzelne Hunde (dreifach)
    • Ziel: Lösen eines einzelnen Hundes aus einer Situation
  • Prüfer wählt einzelnen Hund für kleine Übung
    • Ziel: Einfache Erziehungs-, oder Beschäftigungsübung nach Wahl
  • Geschlossenes Laufen in der Gruppe (zweifach)
    • Ziel: Gruppe läuft dicht zusammen mit dem Menschen

3. Bewertung

  • Zwei Prüfer werten unabhängig voneinander
  • Unterschiedliche Ergebnisse werden im Gespräch und durch Videoanalyse geklärt. Im Zweifel wird ein Mittelwert gebildet
  • Fehler dürfen passieren müssen aber ohne Schäden für andere gemanagt werden können
  • Der Gesamteindruck sollte der eines souveränen Dogwalkers sein
  • Während der Prüfung tatsächlich vorkommende Situationen werden mitbewertet, zusätzlich wird ein Helfer eingesetzt
  • Die einzelnen Prüfungssituationen werden mit jeweils 0-3 Punkten gewertet
  • Bei einer Mindestpunktzahl von 28 Punkten und wenn keine Prüfungssituation mit 0 Punkten gewertet wurde, gilt die Prüfung als bestanden
  • Bei weniger als 28 Punkten, oder wenn eine Prüfungssituation mit 0 Punkten gewertet wurde, gilt die Prüfung als nicht bestanden.
  • Eine Prüfungssituation, die mit einem Punkt gewertet wurde kann innerhalb der Prüfung wiederholt werden.
  • Die praktische Prüfung kann innerhalb von drei Monaten einmal wiederholt werden. (50% der Gebühr)
  • Bei erneutem Nichtbestehen ist nach einem Jahr eine Neuanmeldung möglich.
  • Das Transportfahrzeug wird von den Prüfern aufgenommen.
  • Die Prüfungsvideos werden archiviert.
  • Prüfungsergebnisse und Videos können vom zuständigen Amtsveterinär angefordert werden.

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